Mit einem Mietwagen erleben Sie Fuerteventura deutlich entspannter: Sie erreichen abgelegene Strände, bleiben unabhängig von Busfahrplänen und können die Insel in Ihrem eigenen Tempo erkunden. Gerade für Fahrten nach Cofete, durch die Jandía-Region oder zu den Dünen von Corralejo ist ein eigenes Auto oft die praktischste Wahl.
Warum sich ein Mietwagen auf Fuerteventura lohnt
Fuerteventura ist wie gemacht für einen Roadtrip. Die Insel hat lange, gut ausgebaute Straßen, weite Küstenabschnitte und viele Orte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich erreichbar sind. Die Busse, auf den Kanaren oft „Guaguas“ genannt, verbinden die größeren Orte zwar miteinander, fahren kleinere Ziele aber deutlich seltener an.
- Mehr Freiheit: Sie fahren spontan zu Stränden, Aussichtspunkten und kleinen Dörfern.
- Mehr Komfort: Strandtaschen, Tauchausrüstung oder Surfbretter lassen sich viel einfacher transportieren.
- Mehr Zeit vor Ort: Sie sind nicht an Fahrpläne gebunden.
- Bessere Reichweite: Naturziele wie der Cofete-Strand oder die Halbinsel Jandía werden deutlich einfacher zugänglich.
Wer gern Küstenziele mit dem Auto entdeckt, findet auch für andere Regionen Anregungen – etwa für einen Roadtrip durch Apulien mit Mietwagen oder für Ostsee-Fahrten rund um Stralsund.
Was kostet ein Mietwagen auf Fuerteventura?
Fuerteventura gehört zu Spanien, daher zahlen Sie direkt in EUR. Im Vergleich zum spanischen Festland sind Mietwagen auf den Kanaren oft attraktiv bepreist. In der Hochsaison – vor allem zu Weihnachten, Ostern und in den Sommermonaten – steigen die Preise aber spürbar.
Preise für Mietwagen (Stand: April 2026)
| Fahrzeugkategorie | Durchschnittspreis pro Tag (Nebensaison) |
|---|---|
| Kleinwagen (z.B. Fiat 500) | ab 25 EUR/Tag |
| Mittelklasse (z.B. VW Golf) | ab 35 EUR/Tag |
| SUV/Geländewagen (z.B. Jeep Renegade) | ab 50 EUR/Tag |
Kaution: Meist wird der Betrag auf der Kreditkarte blockiert. Üblich sind etwa 150 bis 600 EUR. Prüfen Sie vor der Reise, ob Ihr Kartenlimit dafür ausreicht.
Abholung am Flughafen und benötigte Unterlagen
Für Reisende aus Deutschland ist die Anmietung unkompliziert. Da Fuerteventura zur EU gehört, werden die üblichen deutschen Reisedokumente akzeptiert.
Abholung am Flughafen Puerto del Rosario (FUE)
Die meisten Urlauber übernehmen ihren Wagen direkt am Flughafen Puerto del Rosario (FUE). Das ist meist die bequemste und oft auch günstigste Lösung. Vor Ort finden Sie lokale und internationale Anbieter wie Cicar, Avis oder Hertz. Wer Anmietungen an Flughäfen vergleichen möchte, kann auch einen Blick auf die Abläufe bei der Mietwagen-Abholung am Flughafen Lissabon werfen.

Diese Unterlagen brauchen deutsche Mieter
- Gültiger EU-Führerschein (Klasse B): Der deutsche Führerschein wird ohne Einschränkung akzeptiert.
- Personalausweis oder Reisepass: Zur Identifikation bei der Übergabe.
- Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers: Für Bezahlung und Kaution.
Ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich.
Mindestalter und Jungfahrergebühr
Das Mindestalter liegt bei vielen Vermietern bei 21 Jahren. Fahrer unter 25 Jahren zahlen oft eine zusätzliche Jungfahrergebühr von etwa 5 bis 15 EUR pro Tag.
Welcher Mietwagen passt zu Fuerteventura?
Für normale Fahrten auf den Hauptstraßen wie der FV-1 oder FV-2 genügt ein Kleinwagen völlig. Die Straßen sind dort in der Regel gut ausgebaut und breit. Anders sieht es auf unbefestigten Strecken aus.
- Kleinwagen oder Mittelklasse: Gut für Fahrten zwischen Caleta de Fuste, Puerto del Rosario, Corralejo oder Morro Jable.
- SUV oder Geländewagen: Sinnvoll für abgelegenere Gegenden und stark unebene Wege.
Wichtig: Für die Fahrt zum Cofete-Strand oder in entlegene Bereiche der Halbinsel Jandía ist ein SUV oder Geländewagen dringend zu empfehlen. Prüfen Sie vorher die Mietbedingungen genau, denn nicht jeder Vermieter erlaubt Fahrten auf unbefestigten Straßen.
Versicherung: Worauf Sie achten sollten
In Spanien ist die Haftpflichtversicherung (Third Party Liability – TPL) gesetzlich vorgeschrieben und im Mietpreis enthalten. Für Fuerteventura lohnt sich zusätzlich eine Vollkaskoversicherung (CDW) ohne oder mit sehr geringem Selbstbehalt.
Kleinere Schäden wie Kratzer oder Dellen kommen in touristischen Gebieten immer wieder vor. Mit einer Police ohne Selbstbehalt vermeiden Sie unangenehme Nachzahlungen nach der Rückgabe.
Verkehrsregeln auf Fuerteventura
Auf Fuerteventura gelten die spanischen Verkehrsregeln. Wer aus Deutschland anreist, findet sich meist schnell zurecht.
- Rechtsverkehr: Es wird auf der rechten Seite gefahren.
- Geschwindigkeitsbegrenzungen: Achten Sie konsequent auf die örtliche Beschilderung.
- Parken: Blaue Linien markieren gebührenpflichtige Parkzonen mit begrenzter Parkdauer. Gelbe oder Zickzack-Linien bedeuten absolutes Halteverbot.
- Alkoholgrenze: Sie liegt bei 0,5 Promille, für Fahranfänger bei 0,3 Promille. Die Bußgelder fallen hoch aus.

Tanken auf Fuerteventura
Die Kraftstoffpreise sind auf den Kanaren wegen niedrigerer Steuern oft günstiger als in Deutschland. Benzin (Gasolina) und Diesel (Gasóleo) liegen häufig unter 1,50 EUR pro Liter (Stand: April 2026).
Am fairsten ist fast immer die Regelung Full-to-Full: Sie übernehmen den Wagen vollgetankt und geben ihn vollgetankt zurück. Weniger transparent sind Tarife, bei denen Sie die erste Tankfüllung bezahlen und das Auto leer zurückbringen dürfen, da dabei oft zusätzliche Servicekosten anfallen.
Schöne Routen mit dem Mietwagen auf Fuerteventura
Die Insel lässt sich in wenigen Tagen gut in einzelne Etappen aufteilen. Zwei Strecken sind für viele Reisende ein guter Start.
1. Betancuria und Cofete
Von Caleta de Fuste fahren Sie ins Inselinnere nach Betancuria, der ehemaligen Hauptstadt. Die Landschaft dort zählt zu den ältesten der Insel und bietet weite Ausblicke. Danach geht es über die FV-30 weiter, vorbei an Aussichtspunkten wie dem Mirador de Morro Velosa, Richtung Süden.
Ein Höhepunkt ist die Fahrt über die unbefestigte Strecke zur Halbinsel Jandía, die zum berühmten Cofete-Strand führt. Für diese Tour sollten Sie einen ganzen Tag einplanen. Wegen des Straßenbelags ist sie nur mit einem robusten SUV oder Geländewagen sinnvoll.
2. Corralejo, Dünen und El Cotillo
Starten Sie in Puerto del Rosario und folgen Sie der FV-1 nach Norden. Kurz vor Corralejo liegt der Naturpark Corralejo mit seinen großen Wanderdünen. Mehrere Punkte entlang der Straße eignen sich für kurze Stopps und Fotos.
Corralejo selbst ist ein lebhafter Ferienort mit Fährverbindungen nach Lanzarote. Wenn Sie eine Fährüberfahrt mit dem Mietwagen planen, fragen Sie vorher unbedingt beim Vermieter nach. Solche Fahrten sind häufig ausgeschlossen.
Danach lohnt sich ein Abstecher nach El Cotillo an der Nordwestküste. Die Lagunenstrände dort sind ideal für einen entspannten Zwischenstopp.
So sparen Sie beim Mietwagen
Auf Fuerteventura lassen sich mit etwas Planung oft spürbare Unterschiede beim Endpreis erzielen.
- Früh buchen: Sechs bis acht Wochen vor Reisebeginn sind die Chancen auf gute Preise meist am besten.
- Längere Mietdauer prüfen: Ganze Wochen sind im Verhältnis oft günstiger als nur drei oder vier Tage.
- Angebote vergleichen: Achten Sie nicht nur auf den Tagespreis, sondern auch auf Versicherung, Kaution und Tankregelung.
- Parkzonen im Blick behalten: Außerhalb der Touristenzentren ist Parken oft kostenlos. In Puerto del Rosario sollten Sie blaue und gelbe Markierungen genau beachten.
FAQ zum Mietwagen auf Fuerteventura
Was kostet ein Mietwagen auf Fuerteventura?
In der Nebensaison starten Kleinwagen meist ab 25 EUR pro Tag, Mittelklassewagen ab 35 EUR pro Tag und SUVs ab 50 EUR pro Tag. In Ferienzeiten liegen die Preise oft höher.
Welche Unterlagen brauche ich für die Anmietung?
Sie benötigen in der Regel einen gültigen deutschen EU-Führerschein, einen Personalausweis oder Reisepass und eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers.
Brauche ich für Cofete einen Geländewagen?
Für die Strecke nach Cofete ist ein SUV oder Geländewagen sehr sinnvoll. Vor der Buchung sollten Sie prüfen, ob unbefestigte Straßen laut Mietvertrag erlaubt sind.
Ist Tanken auf Fuerteventura teuer?
Meist nicht. Kraftstoff ist auf den Kanaren oft günstiger als in Deutschland. Preise unter 1,50 EUR pro Liter sind möglich, Stand April 2026.

