Mit einem Mietwagen entdecken Sie Jerusalem, das Tote Meer oder Tel Aviv deutlich flexibler als mit festen Touren oder Fahrplänen. Wer in Israel ein Auto mietet, sollte vor allem bei Unterlagen, Kaution, Parkregeln und Fahrten außerhalb der klassischen Routen genau hinschauen.
Mietwagen in Jerusalem: das Wichtigste auf einen Blick
- Führerschein: Der deutsche Führerschein wird in Israel akzeptiert.
- Internationaler Führerschein: Für Reisende aus Deutschland empfohlen, auch wenn er nicht immer zwingend verlangt wird.
- Ausweis: Ein gültiger Reisepass ist bei der Abholung vorzulegen.
- Kaution: Meist nur per Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers.
- Mindestalter: Häufig ab 21 Jahren, für manche Fahrzeugklassen erst ab 24 oder 25 Jahren.
- Fahrstil: Rechtsverkehr, Beschilderung in Hebräisch, Arabisch und Englisch.
Welche Unterlagen brauchen deutsche Reisende?
Bei der Anmietung in Jerusalem oder am Ben Gurion Flughafen (TLV) verlangen Vermieter in der Regel eine kleine, aber sehr klare Dokumentenmappe. Wenn alles griffbereit ist, läuft die Übernahme deutlich entspannter ab.
- Gültiger nationaler Führerschein: Ihr deutscher Führerschein wird in Israel anerkannt.
- Internationaler Führerschein: Er ist für deutsche Reisende empfehlenswert, da er als offizielle Übersetzung dient und bei Kontrollen oder nach einem Unfall helfen kann.
- Reisepass: Ohne gültigen Reisepass gibt es in der Regel keine Fahrzeugübergabe.
- Kreditkarte: Die Kaution wird meist nur mit einer Kreditkarte hinterlegt, die auf den Hauptfahrer ausgestellt ist. Debitkarten werden häufig nicht akzeptiert.
Das Mindestalter liegt in Israel oft bei 21 Jahren. Für bestimmte Fahrzeugkategorien fordern viele Anbieter 24 oder 25 Jahre. Fahrer unter 25 zahlen häufig eine zusätzliche Gebühr, die als Young Driver Fee ausgewiesen wird.
Preise, Fahrzeugklassen und Kaution
Die Mietpreise in Jerusalem hängen stark von Saison, Nachfrage, Fahrzeugtyp und Mietdauer ab. Bezahlt wird vor Ort in israelischen Schekel. Für deutsche Reisende lohnt sich ein Blick auf den Endpreis inklusive Versicherung und möglicher Zusatzgebühren.
Preise für Mietwagen (Stand: Mai 2026)
| Fahrzeugkategorie | Preis pro Tag (ILS) | Umgerechnet (ca. EUR) |
|---|---|---|
| Kleinwagen (z.B. Hyundai i10) | ab 120 ILS | ca. 30 EUR |
| Kompaktklasse (z.B. Kia Rio) | ab 150 ILS | ca. 38 EUR |
| Mittelklasse (z.B. Mazda 3) | ab 220 ILS | ca. 55 EUR |
| SUV (für längere Touren) | ab 300 ILS | ca. 75 EUR |
Kaution: Je nach Anbieter und Fahrzeug wird auf Ihrer Kreditkarte meist ein Betrag zwischen 2.500 und 6.000 Schekel blockiert (ca. 630 bis 1.500 EUR). Vor der Buchung sollte Ihr Kreditkartenlimit dafür ausreichen.

Verkehrsregeln in Israel und Fahren in Jerusalem
In Israel gilt Rechtsverkehr. Die Beschilderung ist meist gut verständlich, da viele Schilder zusätzlich auf Englisch angegeben sind. Wer aus Deutschland anreist, findet sich im Grundsatz schnell zurecht, sollte aber auf lokale Park- und Lichtregeln achten.
Tempolimits
- Innerorts: 50 km/h
- Außerorts: 80 km/h
- Autobahnen: 100 bis 110 km/h, auf einigen Abschnitten bis 120 km/h
Worauf Sie in Jerusalem achten sollten
- Helmpflicht: Motorrad- und Rollerfahrer müssen einen Helm tragen.
- Lichtpflicht: Zwischen dem 1. November und dem 31. März muss auf Überlandstraßen und Autobahnen auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden.
- Überholen: Auf Straßen mit durchgezogener weißer Linie ist Überholen verboten.
- Parkfarben: Blau-weiße Bordsteine stehen für gebührenpflichtiges Parken. Gelb oder rot-weiß markierte Bereiche bedeuten absolutes Halteverbot.
Parken in Jerusalem: In der Innenstadt und rund um die Altstadt kostet die Parkplatzsuche oft Zeit und Nerven. Parkhäuser sind meist die praktischere Wahl. Falschparken wird in Jerusalem konsequent verfolgt, Abschleppen kommt schnell vor.
Wenn Sie auch andere Städte mit dem Auto entdecken möchten, lohnt sich zum Vergleich ein Blick auf unsere Tipps für Lyon und die Rhône-Alpen mit dem Mietwagen.
Versicherung und Grenzübertritte
Viele Missverständnisse entstehen in Israel nicht beim Fahren selbst, sondern beim Kleingedruckten im Mietvertrag. Achten Sie deshalb vor der Unterschrift auf Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung und ausgeschlossene Gebiete.
Welche Versicherungen sind meist enthalten?
In der Regel sind Haftpflichtversicherung und Collision Damage Waiver (CDW) enthalten. Die Selbstbeteiligung fällt dabei oft recht hoch aus. Für deutsche Reisende kann es sinnvoll sein zu prüfen, ob eine Kreditkarte oder eine separate Reiseversicherung diese Selbstbeteiligung abdeckt.
Welche Zusatzversicherungen sind sinnvoll?
Viele Mieter wählen zusätzlich Diebstahlschutz (Theft Protection, TP) oder eine Reduzierung der Selbstbeteiligung. Für längere Rundfahrten durch Israel kann eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung eine sinnvolle Absicherung sein.

Fahrten ins Westjordanland oder in Nachbarländer
Sehr wichtig: Die meisten israelischen Autovermietungen untersagen Fahrten in die Palästinensischen Gebiete (Westjordanland) sowie in Nachbarländer wie Jordanien oder Ägypten strikt. Diese Beschränkungen stehen meist im Vertrag und werden teils per GPS kontrolliert. Wer dagegen verstößt, riskiert den Verlust des Versicherungsschutzes und hohe Zusatzkosten.
Einige lokale Vermieter stellen Fahrzeuge mit grünen Nummernschildern bereit, die unter bestimmten Bedingungen Fahrten in Gebiete der palästinensischen Autonomiebehörde erlauben. Bei internationalen Ketten ist das meist ausgeschlossen.
Schöne Strecken ab Jerusalem
Jerusalem eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge und längere Rundfahrten. Mit dem Auto erreichen Sie mehrere der eindrucksvollsten Ziele Israels ohne Umsteigen.
- Totes Meer und Masada: Über die Route 1 und Route 90 fahren Sie in etwa 1,5 bis 2 Stunden nach Osten. Das Tote Meer und die Festung Masada lassen sich gut an einem Tag verbinden.
- Tel Aviv und die Mittelmeerküste: Über die Route 1 sind Sie in rund 1 Stunde in Tel Aviv. Strände, Jaffa und das Nachtleben bieten einen starken Kontrast zu Jerusalem.
- Galiläa und der See Genezareth: Für diese längere Strecke fahren Sie von der Route 1 auf die mautpflichtige Route 6 Richtung Norden. Die Fahrt dauert etwa 2,5 bis 3 Stunden und führt zu den biblischen Stätten rund um Tiberias.
Mautstraßen: Die bekannteste Mautstraße ist die Route 6 (Yitzhak Rabin Highway). Die Abrechnung erfolgt elektronisch über das Kennzeichen. Die Mietwagenfirma belastet die Gebühren später auf die hinterlegte Kreditkarte, oft zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr.
Wer bei Mietwagen-Reisen gern Inselziele vergleicht, findet auch nützliche Hinweise für einen Roadtrip auf Kos.
Tanken in Israel
Tankstellen sind in Städten und entlang der Hauptstraßen gut verteilt. Die Kraftstoffpreise sind staatlich reguliert und landesweit relativ einheitlich.
Kraftstoffpreis (Stand: Mai 2026): Benzin kostet etwa 7,20 ILS/Liter (ca. 1,82 EUR/Liter).
Häufig tanken Sie per Selbstbedienung. Die Zahlung per Kreditkarte ist meist möglich, doch das Terminal läuft oft auf Hebräisch. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie eine Station mit Service oder bitten Sie das Personal direkt um Unterstützung.
Auch für kürzere Stadt-Ausflüge kann ein Mietwagen praktisch sein, ähnlich wie bei Fahrten in Milton Keynes und Umgebung, wenn mehrere Stopps an einem Tag geplant sind.
FAQ: Mietwagen in Jerusalem
Was kostet ein Mietwagen in Jerusalem?
Kleinwagen gibt es außerhalb der Hochsaison ab 120 ILS/Tag (ca. 30 EUR). Kompaktklasse, Mittelklasse und SUV liegen laut Fahrzeugtyp und Saison darüber.
Welche Unterlagen brauche ich für die Abholung?
Sie benötigen in der Regel Ihren deutschen Führerschein, einen gültigen Reisepass und eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers. Ein internationaler Führerschein ist empfehlenswert.
Darf ich mit dem Mietwagen ins Westjordanland fahren?
Meist nein. Viele Vermieter verbieten diese Fahrten ausdrücklich. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen genau, da sonst Versicherungsschutz und Haftung problematisch werden können.
Ist Parken in Jerusalem schwierig?
Ja, vor allem im Zentrum und nahe der Altstadt. Parkhäuser sind oft die bessere Lösung. Achten Sie genau auf die Farbmarkierungen am Bordstein, um Bußgelder oder Abschleppen zu vermeiden.

